Tag der Arbeit –  wir nahmen es wörtlich. Letzte Woche hätten wir keine Mannschaft vollbekommen, sodass unser Spiel gegen Loschwitz/ Bischofswerda auf heute verlegt wurde. Der Gegner stimmte zu, im Lockwitzgrund zu spielen, so traten wir zum Auswärtsspiel zu Hause an.

Die Vorzeichen waren besser als die Spiele zuvor, da wir 12 Frauen zur Verfügung hatten. Aber es kam der Tabellen- Zweite und wir mussten uns auf einen starken Gegner einstellen.

Aufgrund des vorhandenen Personals stellten wir ein wenig um. Aber im Vergleich zu den letzten Spielen waren wir von Anfang an da auf dem Platz, organisierten uns gut und überstanden vor allem die ersten Minuten unbeschadet. Der Gegner hatte die bessere Spielanlage, suchte gekonnt das Spiel in die Tiefe und versuchte auch hin und wieder mit einem langen Ball unsere Abwehr auszuhebeln. Aber wir hielten mit unseren Mitteln dagegen, kämpften und ackerten. Da uns Offensivspielerinnen leider verletzungsbedingt immer noch fehlen, ging nach vorn nur sehr wenig. Leider waren wir nach einem Freistoß im Mittelfeld dann doch mal nicht wach genug, sodass eine Gegenspielerin frei vor Lilly auftauchte und unbedrängt den Ball zum 1:0 für die Gegnerinnen einschieben konnte. Loschwitz / Bischofswerda wollte danach gleich aufs zweite Tor gehen, aber mit Geschick und Glück gingen wir mit einem knappen Rückstand in die Halbzeit.

Danach wollten wir unbedingt ein zeitiges weiteres Gegentor verhindern, um eventuell mit Fortdauer des Spiels doch noch zu einem (Teil-) Erfolg zu kommen. Leider konnten wir einige Chancen der Gegnerinnen nicht verhindern und nach 57 Minuten fiel folgerichtig das 2. Gegentor. Aber noch war ja noch Zeit. Wir wurden mutiger, der Gegner spielte weiter abgeklärt und ruhig. Trotzdem wurden wir dann doch belohnt. Elisabeth wurde bei einem Schussversuch zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß schoss Kristin sauber ein. Und es waren noch 10 Minuten Zeit. Loschwitz/ Bischofswerda bekam nun auch ein wenig Nervenflattern und versuchte nun etwas ungestümer und auch unkontrollierter, mit einem dritten Treffer das Spiel zu entscheiden und hatte auch Möglichkeiten. Aber irgendwie schafften wir es oft, mit Bein, Knie, Kopf oder Po entscheidend zu stören oder die Gegenspielerinnen zielten zu ungenau. Wir selbst hofften auf den einen Ball, der uns vielleicht nochmal entscheidend vors gegnerische Tor bringen würde. Und plötzlich bekamen wir die Chance, als die Gegnerdamen zu hoch standen und Sandy nach langem Pass auf die gegnerische Hüterin zulief und auch einschoss. Aber schon während ihrer Aktion erkannte das gute Schiedsrichtergespann auf Abseits, wahrscheinlich knapp, aber konnte man (leider) so sehen.

Natürlich hätten wir uns sehr über einen glücklichen Punktgewinn gefreut und er wäre Lohn für eine sehr couragierte Leistung gewesen. Ich bin sogar der Meinung, dass dies unter Berücksichtigung des heutigen Personals und gemessen am für mich starken Gegner womöglich euer bestes Spiel in dieser Saison war. Es wurde nie aufgesteckt, fehlende spielerische Möglichkeiten mit Kampf und Leidenschaft ausgeglichen. Das Ende war zwar dann etwas tragisch, aber so ist manchmal der Fußball.

Nach dieser Leistung braucht niemand den Kopf hängen zu lassen und es hat mich heute sehr erfreut, euch zu zuschauen.

 

Aufstellung:

 

Lilly, Emily, Stephania, Selina, Freddy, Anni, Kristin, Lena, Sandy, Laura, Elisabeth

 

Wechslerin:

 

Antonia

 

Treffer: 1:0       Loschwitz/ Bischofswerda      (20.)

2:0       Loschwitz/ Bischofswerda      (57.)

2:1       Kristin (Foulelfmeter)              (79.)

 

 

Jens Oehme

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